Maribel & Marisol

Guten Morgen Ihr Lieben,

wie versprochen gibt es heute den Beitrag zum Probenähen bei LaLilly Herzileien. Und Unmengen Bilder!!

Die Idee hinter Maribel und Marisol ist, dass man eine Tasche (Marisol – Crossbodybag) in der Tasche (Maribel – Totebag) hat. Man näht also zwei Taschen, die sowohl zusammen, als auch einzeln getragen werden können. Super praktisch ist das zB im Urlaub. Wer nicht so viel mitschleppen mag, aber trotzdem eine schickere Tasche für den Abend zum Umhängen, tagsüber aber eine mit viel Platz benötigt, liegt hier genau richtig. Tagsüber Maribel und damit man nicht alles ständig umräumen muss, lässt man alles, was man so braucht in Marisol drin und knöpft diese einfach in Maribel. Abends holt man Marisol raus und geht damit aus. Super klasse oder?

Es war mein allererster Probenähen und ich war richtig aufgeregt! Aber am Ende hatte ich drei fertige Taschen, drei kaputte Nadeln, und bestimmt 20 Nerven weniger, aber der Reihe nach.

Wir wurden alle in einer Facebookgruppe vereint und haben uns dort die Anleitung und das Schnittmuster runterladen dürfen. Den ersten Abend vebrachte ich dann damit, das Schnittmuster zusammen zu kleben und auszuschneiden. Danach find ich an, die Anleitung zu lesen, um mir einen Überblick zu verschaffen und war erstmal von der Seitenzahl erschlagen. Auf den 2. Blick war das aber gar nicht mehr so wild, weil Maribel und Marisol so wunderbar variantenreiche Taschen sind und daher alle nähbaren Optionen aufgezeigt werden.

Meine sollte aus Kunstleder genäht werden und das in meiner Lieblingsfarbe: blau!

Als ich mir einen Plan gemacht hatte, wie meine Tasche aussehen soll, habe ich Material bestellt, da ich im örtlichen Stoffgeschäft nicht alles bekomme. Und es hieß warten…

Um das Warten effektiv zu nutzen, nähte ich aus vorhandenem Stoff, nämlich dem Taschenstoff Rom von Farbenmix, welchen ihr bereits von meiner Falten Hobo-Bag und meiner heißgeliebten Wickeltasche kennt, eine Marisol.

Weil sich der Stoff super zum Besticken eignet, hab ich die Tasche ein wenig aufgepeppt mit einer Pusteblume von Grete vom Ländle.Ganz einfach, ohne alles, nur mit einer Klappe und Druckknopf zu schließen.

Endlich war alles da und ich habe angefangen zu zu schneiden. Um der Tasche den nötigen Stand zu verleihen habe ich, wie auch in der Gruppe empfohlen, mit kaschiertem Schaumstoff gearbeitet. Das erste mal. Mit Textilkleber von Gütermann habe ich den Schaumstoff auf die Kunstlederteile aufgeklebt und über Nacht trocknen lassen. Puh, die Tube, die ich hatte hat gerade so gereicht.

Am nächsten Tag ging es weiter mit den Außen- und Innentaschen. Diese müssen ja vor dem Zusammennähen angebracht werden.

Ich entschied mich bei Maribel in der Version Reißverschluss für:

  • eine Aufsatztasche mit Klappe und Druckknopf für die eine Außenseite
  • sowie das Einschubfach (allerdings in 3 Fächer unterteilt, damit es nicht absteht) für die andere Außenseite
  • die Aufsatztasche mit einer Unterteilung für innen.

Bei Marisol sollte es außen schlicht werden, dafür waren innen auf der einen Seite die Aufsatztasche mit einer Unterteilung und auf der anderen Seite eine Reißverschlusstasche geplant. Meine Marisol wollte ich sowohl mit Klappe, als auch mit Reißverschluss nähen.

Im Probenähen ist es so, dass die Anleitung, noch kleine Fehler enthalten kann oder zB Bilder fehlen. Da heißt es das andere mal: Aufpassen, Mitdenken oder, wenn man gar nicht weiter kommt, die anderen Probenäher fragen. Das war teilweise eine super Hilfe. Dadurch sind dann auch direkt die kleinen Fehler aufgefallen, die in der Anleitung noch korrigiert werden mussten.

Die dicke des Kunstleders in Verbindung mit dem kaschierten Schaumstoff hat meine liebe Lola dann beim Absteppen des obereren Randes doch zur Verzweiflung gebracht. Mich inklusive. 😉

Aber: 3 Nadeln später war meine Maribel fertig!

Und ich habe festgestellt, dass die Farbe wunderbar zu meinen Schuhen im Schrank passte.

Meine Maribel hat die abgerundeten Trageriemen bekommen, zustäzlich aber noch zwei D-Ringe, damit man, wie auf den Bildern einen Umhängegurt ergänzen kann. Ich habe meinen aus Gurtband gemacht. In der Anleitung ist eine Variante aus dem Kunstleder oder sonstigem Taschenmaterial beschrieben.

Ich habe auch einen extra Taschenboden zum Reinlegen genäht für mehr Stabilität. Keine Angst, das ist ebenfalls in der Anleitung beschrieben.

Damit fehlte dann nur noch die passende Marisol. Dadurch, dass ich Marisol vorher ja bereits einmal genäht hatte, ging es etwas schneller.

Warum ich mich für Klappe und Reißverschluss entschieden habe? Da ich total gerne Umhängetaschen mag, es leider aber oft blöde finde, wenn diese nur mit einer Klappe geschlossen werden. Vor allem in der Stadt oder jetzt auf dem Weihnachtsmarkt gibt mir ein zusätzlicher Reißverschluss einfach ein wenig mehr Sicherheit. 😉 Optisch gefällt mir die Klappe aber besser, daher einfach beides.

Eine super Größe oder? Passt alles rein, was frau so braucht. Hier habe ich auch wieder den Umhängegurt aus Gurtband dazu genommen. Da frau ja nur eine Tasche gleichzeitig trägt, reicht auch einer.

So und weil es so schön war, die Taschen zu nähen und fotografieren zu lassen, gibt es nochmal ein paar Bilder:

Ich bin auf jeden Fall richtig stolz auf mein Werk und heil froh, dass ich mich aus einer Laune heraus beim Probenähen beworben habe! Es hat unheimlich Spaß gemacht, ich habe nun 3 wunderschöne neue Taschen und suche schon nach der nächsten Herausforderung. Ich glaube Reißverschluss klappt inzwischen, eine Tasche aus Kunstleder hab ich auch gemeistert (besser gesagt 2). Ab jetzt werde ich mal öfter versuchen, mich für ein Probenähen zu bewerben. 😉

Außerdem habe ich mich mit einer anderen Probenäherin sehr gut verstanden, der Austausch mit ihr hat mir richtig gut gefallen und vielleicht haben wir ja auch weiterhin noch Kontakt. 🙂

Nun die Links nochmal im Überblick:

Verlinkt heute natürlich bei RUMS. 🙂 Vielleicht entdeckt ihr ja dort noch mehr Maribels und Marisols, die sind auf jeden Fall alle sehenswert! Ansonsten hier im Lookbook. 🙂

Habt noch einen schönen Tag und kommt mich doch bald mal wieder hier besuchen.

Viele liebe Grüße

Schnauzelraupe

P.S. Der Beitrag enthält Werbung, aber natürlich auch meine eigene Meinung.

Das eBook würde mir im Rahmen des Probenähens kostenlos zur Verfügung gestellt.