Aus Liebe zum..

Der 100. Post – Wahnsinn, wie die Zeit verging seit meinem ersten Post! Unvorstellbar, dass es fast eine kleine Ewigkeit gedauert hat, bis ich hier angekommen bin.

Heute möchte ich euch kein neues Werk zeigen, ich will über meine Liebe zum Nähen schreiben, wie ich dazu gekommen und warum es für mich inzwischen ein Leben ist.

Im Sommer 2011 fing es an, ich war im Praktikum in Aachen, jeden Nachmittag allein auf dem Zimmer. Bücher hatte ich zur Genüge gelesen, etwas anderes musste her. Warum nicht die Liebe zu Taschen mit einem Hobby verbinden? Der Gedanke: Taschen kann man auch selbst machen und da spart man auch noch bei. 😀 Wie ihr merkt, durchdacht war es noch nicht… Einen Nachmittag ging es dann in die Stadt, in die Mayer’sche Buchhandlung. Die Hobbyabteilung braucht genau, was ich wollte: „Taschen nähen leicht gemacht„. Das wäre ja auch gelacht, wenn man das nicht selbst hinbekommt. Mit Nadel, Faden und Stoffstreifen wurde die erste kleine Tasche gefertigt. Super viel Arbeit mit der Hand.
Was ein Glück war in diesem Fall das Schicksal auf meiner Seite. Am Wochenende gab es im Tchibo Prozenteladen eine Singer Fashion Mate Nähmaschine, genannt Nähmi. Frau gerecht – mit Blümchen und Pink und auch noch günstiger.

Sie musste also mit, für die Schwester auch eine und nachmittags ging es los nach einem kurzen Abstecher in den Kreuznacher Stoffladen.

Von da an, auch wenn wir eine gewisse Eingewöhnungsphase brauchten, in der ich sehr oft geflucht und viel öfter alles 3 oder 4 mal nachlesen musste, war sie mein ein und alles. Es kamen mehr Bücher, mehr Stoffe, mehr Zubehör. Leider nur wenig Zeit und Platz. Immer am Couchtisch nähen, alles wieder weg packen, Rückenschmerzen inclusive.

Aber die Liebe war stärker oder zumindest der Ehrgeiz, das was man sich vorgenommen hat auch zu schaffen! Taschen sollten es sein, auf jede Art und Weise, erst nur einfach am liebsten zum Wenden, inzwischen mit Reißverschluss und verstellbaren Trägern. Während Anfangs jeder Stoffkauf an eine kleine Wissenschaft grenzte, geht es inzwischen viel leichter von der Hand. Ein bestimmtes Repertoire ist vorhanden, Highlites werden nach Bedarf gekauft.

Mein 2014, das Jahr der Nähmaschinen. Endlich hatte ich ein Nähzimmer, viele Ideen und auch etwas mehr Zeit. Anfang des Jahres kam daher eine gebrauchte
Sticki, im Herbst wurde meine Nähmi gegen meine heiß geliebte Lola getauscht.

Aber warum?
Weil ich festgestellt habe, dass es mir mehr als Spaß macht.
Weil ich jede Herausforderung gern annehme.
Weil ich es toll finde, wenn man Selbstgemachtes trägt.
Weil ich nicht mehr nach Geschenken Suche, sondern nach dem richtigen Stoff.
Weil ich jede freie Minute damit verbringen will.
Weil es zu meinem Leben gehört, mir Ausgleich bietet, mich super stressen, mich aber auch Mega stolz machen kann.

Es gehört zum Leben, wie die Liebe. Danke, dass du mich so begeisterst!

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Und auch wenn es Menschen gibt, die dem DIY-Wahnsinn nichts abgewinnen können, für mich gehört es dazu. Es ist ein Teil meines Lebens geworden. Auch wenn ich nicht das Talent wie eine ausgebildete Schneiderin habe, ich bin stolz auf meine Projekte. Ich zeige sie gern und meiner Meinung nach darf man ruhig sehen, dass sie selbst gemacht sind!

Ein Hoch auf den 100. Post und auf die Liebe zum Nähen!

Schönen Sonntag euch 🙂

Schnauzelraupe

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