Ein heißer Flirt

…an kalten Wintertagen.

Guten Morgen Ihr Lieben,

Ich bin ein großer Freund der Kuscheldecke. Ob auf der Couch oder auch mal auf dem Balkon, es gehört für mich zum Wohlfühlen dazu. Durch Zufall hab ich dann eine Decke aus einer Jelly Roll gesehen. Wunderschön, aber mehr als 200€ für eine Decke? Puh, bei aller Liebe das muss nicht sein. Das kann man doch bestimmt selbst machen..

Wochenlang bin ich um die Moda Jelly Roll mit dem Namen „Flirt“ herumgeschlichen. Hab sie immer wieder angesehen und mir vorgestellt, wie die Decke aussehen würde. Oder sollte ich die Stoffe einfach selber zuschneiden? Wäre zumindest günstiger. Oder doch andere Farben? Rot war ja nicht ganz so meine Farbe..

Zum Glück kam ja Weihnachten und der Liebe Weihnachtsmann hat mit die Entscheidung abgenommen und meinen Wunsch erfüllt:

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Doch dann erst mal die Überlegung, wie ich das ganze angehen soll. Ist ja ein großes Projekt. Sowas hab ich noch nie gemacht.
Nachdem ich also ein bisschen youtube gequält habe und sowohl Ina von Pattydoo als auch die Frau vom Haus mit dem Rosensofa angesehen habe, kam der Tag an dem ich dachte: jetzt oder nie.

Ich hatte dieses Kribbeln, dass ich unbedingt starten wollte. Die Vorfreude auf das fertige Projekt. Aber erst mal hieß es Arbeit. Jelly Roll auswickeln und sortieren

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und dann Chaos in das Ganze bringen. Damit die Decke eben nicht farblich sortiert ist. Anfangs alle Streifen an der kurzen Seite zusammen nähen immer hintereinander weg.

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Dann den langen Streifen zusammen nähen, aufschneiden und immer so weiter… Bis man irgendwann 32 Reihen hat.

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Das war die Arbeit des ersten Tages..
Fehlten ja nur noch Rand und Rückseite. Da es aus der Flirt-Serie leider kaum Stoffe als Meterware gibt, musste erst mal eine ausgiebige Recherche betrieben werden, um den passenden Randstoff zu finden. Zum Glück habe ich einen gefunden, zwar nicht wie erhofft den türkisenen, aber den rosa Herzchenstoff. Für die Rückseite sollte eine graue Fleecedecke her. Die war weniger das Problem, bei einem Laden um die Ecke wurde ich schnell fündig.

Am nächsten Nähtag dann erstmal den Rand anbringen. Da ich aus der Jelly Roll noch ein kleines Stück rote Herzchen übrig hatte, wollte ich die natürlich nicht ungenutzt lassen und erweiterte damit den oberen und unteren Rand, mit Absicht asymmetrisch, um das Chaos auch am Rand fortzusetzen.

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Der schwierige Teil kam ja auch erst noch. Die Decke mit der Fleecedecke zusammen bringen. Da meine fast gerade war, die Fleecedecke allerdings bei weitem nicht, war dies ein kniffliges Unterfangen. Nach viel Fluchen, Nadeln im Finger, Abstecken, wieder aufmachen und neu Abstecken war es am späten Nachmittag so weit:

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Und am nächsten Morgen wurde sie gleich mit einem heißen Tee auf dem Kalten Balkon eingekuschelt..

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Fazit: eine Jelly Roll bedeutet Arbeit, aber das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, auch wenn sie nicht ganz fehlerfrei ist. Das beste am Nähen ist doch, wenn man ein Projekt erfolgreich beendet hat und dann auch noch stolz drauf ist! Obwohl ich es mir anfangs nicht zugetraut hab und ich zwischendurch manchmal gedacht hab: was hast du dir da nur ausgesucht, bin ich stolz, dass ich es probiert hab!

Ich finde mein heißer Flirt bringt ganz viel Farbe in den grauen Winter und versüßt mir so die Tage bis zum Frühling.

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In diesem Sinne, liebe Grüße vom Balkon und weil mal wieder Donnerstag ist noch ab damit zu RUMS.

Schnauzelraupe

2 kleine Wunder

Hallo Ihr Lieben,

In den letzten beiden Wochen haben 2 kleine Wunder das Licht der Welt erblickt..
Natürlich hab ich was kleines genäht. 🙂

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Knistertücher für die Kleinen. Mit Bändel zum Rumspielen und süßen Kindermotiven.

Alles Liebe den beiden Familien! 🙂 Eine wunderbare Kennenlernzeit mit den Kleinen.

Liebe Grüße
Schnauzelraupe

Aus Liebe zum..

Der 100. Post – Wahnsinn, wie die Zeit verging seit meinem ersten Post! Unvorstellbar, dass es fast eine kleine Ewigkeit gedauert hat, bis ich hier angekommen bin.

Heute möchte ich euch kein neues Werk zeigen, ich will über meine Liebe zum Nähen schreiben, wie ich dazu gekommen und warum es für mich inzwischen ein Leben ist.

Im Sommer 2011 fing es an, ich war im Praktikum in Aachen, jeden Nachmittag allein auf dem Zimmer. Bücher hatte ich zur Genüge gelesen, etwas anderes musste her. Warum nicht die Liebe zu Taschen mit einem Hobby verbinden? Der Gedanke: Taschen kann man auch selbst machen und da spart man auch noch bei. 😀 Wie ihr merkt, durchdacht war es noch nicht… Einen Nachmittag ging es dann in die Stadt, in die Mayer’sche Buchhandlung. Die Hobbyabteilung braucht genau, was ich wollte: „Taschen nähen leicht gemacht„. Das wäre ja auch gelacht, wenn man das nicht selbst hinbekommt. Mit Nadel, Faden und Stoffstreifen wurde die erste kleine Tasche gefertigt. Super viel Arbeit mit der Hand.
Was ein Glück war in diesem Fall das Schicksal auf meiner Seite. Am Wochenende gab es im Tchibo Prozenteladen eine Singer Fashion Mate Nähmaschine, genannt Nähmi. Frau gerecht – mit Blümchen und Pink und auch noch günstiger.

Sie musste also mit, für die Schwester auch eine und nachmittags ging es los nach einem kurzen Abstecher in den Kreuznacher Stoffladen.

Von da an, auch wenn wir eine gewisse Eingewöhnungsphase brauchten, in der ich sehr oft geflucht und viel öfter alles 3 oder 4 mal nachlesen musste, war sie mein ein und alles. Es kamen mehr Bücher, mehr Stoffe, mehr Zubehör. Leider nur wenig Zeit und Platz. Immer am Couchtisch nähen, alles wieder weg packen, Rückenschmerzen inclusive.

Aber die Liebe war stärker oder zumindest der Ehrgeiz, das was man sich vorgenommen hat auch zu schaffen! Taschen sollten es sein, auf jede Art und Weise, erst nur einfach am liebsten zum Wenden, inzwischen mit Reißverschluss und verstellbaren Trägern. Während Anfangs jeder Stoffkauf an eine kleine Wissenschaft grenzte, geht es inzwischen viel leichter von der Hand. Ein bestimmtes Repertoire ist vorhanden, Highlites werden nach Bedarf gekauft.

Mein 2014, das Jahr der Nähmaschinen. Endlich hatte ich ein Nähzimmer, viele Ideen und auch etwas mehr Zeit. Anfang des Jahres kam daher eine gebrauchte
Sticki, im Herbst wurde meine Nähmi gegen meine heiß geliebte Lola getauscht.

Aber warum?
Weil ich festgestellt habe, dass es mir mehr als Spaß macht.
Weil ich jede Herausforderung gern annehme.
Weil ich es toll finde, wenn man Selbstgemachtes trägt.
Weil ich nicht mehr nach Geschenken Suche, sondern nach dem richtigen Stoff.
Weil ich jede freie Minute damit verbringen will.
Weil es zu meinem Leben gehört, mir Ausgleich bietet, mich super stressen, mich aber auch Mega stolz machen kann.

Es gehört zum Leben, wie die Liebe. Danke, dass du mich so begeisterst!

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Und auch wenn es Menschen gibt, die dem DIY-Wahnsinn nichts abgewinnen können, für mich gehört es dazu. Es ist ein Teil meines Lebens geworden. Auch wenn ich nicht das Talent wie eine ausgebildete Schneiderin habe, ich bin stolz auf meine Projekte. Ich zeige sie gern und meiner Meinung nach darf man ruhig sehen, dass sie selbst gemacht sind!

Ein Hoch auf den 100. Post und auf die Liebe zum Nähen!

Schönen Sonntag euch 🙂

Schnauzelraupe

Rums-dings 2

Hallo,

Etwas spät ist besser als gar nicht.
Für die heutige Rums-Runde hab ich am Wochenende ausgiebig meine neue ovi getestet.

Raus gekommen ist ein Langarm-Shirt nach dem Schnitt von Pech und Schwefel, Kaschi.

Für die ersten Nähversuche ist das Ergebnis ganz zufrieden stellend, finde ich.

Außerdem hab ich mit einer neuen Stickdatei „Pusti“ das Sticken auf Jersey getestet. Das hat erstaunlich gut geklappt! Unten mit Stickvlies eingespannt und oben drauf Avalon Folie, die ich dann auswaschen konnte.

Hier ein paar Eindrücke:

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Zur Größe: ich hab vorsichtshalber eine 38 genäht, sie ist mir aber etwas weit. Das nächste Mal lieber eine 36. Die Ärmel hab ich extra lang gemacht, am unteren Teil hab ich erst noch was abgeschnitten, bevor ich den Saum dran genäht hab.

Wenn es mal wieder heller ist, gibt’s bestimmt auch das erste Tragefoto. 🙂

Schönen Abend euch!

Schnauzelraupe

Frohes Nähjahr

Guten Morgen Ihr Lieben,

schön, dass Ihr im Neuen Jahr auf meinem Blog vorbei gerutscht seid. 🙂 Ich wünsche Euch ein schönes, gesundes und spaßiges Neues Näh-Jahr!

Ich möchte euch heute mein letztes Projekt aus dem alten Jahr zeigen, weil dann kann ich direkt bei RUMS mit durchstarten 🙂

Am Wochenende war es so weit, ich habe meinen Hamburger Liebe-Lieblingsstoff zugeschnitten und mich nochmal an diese tolle Tasche getraut! Schließlich musste ich ja mein Weihnachtsgeschenk, den neuen Rollschneider testen.. Ich muss sagen, da schaut man den Stoff nur an und er ist geschnitten.

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Die Kugeltasche von Farbenmix 🙂
Nachdem ich das erste Mal etwas geflucht habe und eine gefühlte Ewigkeit gebraucht habe, bis die Audrey-Hepburn-Kugeltasche fertig war, habe ich mir geschworen: Nie wieder! Aber dann war da dieser Stoff…

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Der hat mich ja quasi im Laden angesprungen und gefleht mit zu kommen 🙂

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Auf der einen Seite hab ich die Seitentasche nach Anleitung genäht mit Reißverschluss..

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Die andere Seite ist zum Transport von Wasserfläschchen oder Nikoläuschen etwas praktischer…

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Etwas ganz anderes, als meine erste, aber ich bin eindeutig für mehr Farbe in diesem grauen Winter. Obwohl extra für die Taschen-Fotos die Sonne schien 🙂

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Sogar mit Ziernaht an den Seitentaschen, weil meine Lola das ganz prima macht 🙂
Nur der Stoff am Reißverschluss ist ein wenig versetzt, aber das fällt gar nicht so doll auf finde ich.

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Diesmal auch ohne annehmbare Träger, da ich gemerkt hab, dass ich das bei der anderen Tasche auch nicht genutzt habe. Den ersten Ausflug hat sie bereits hinter sich. Wir waren im Kino, im Film „Honig im Kopf„, ein wirklich wunderschöner und bewegender Film mit der bezaubernden Emma.

Aber es kommen sichere noch weitere tolle Gelegenheiten im Neuen Jahr!

Für das neue Jahr werden ja immer schlaue Vorsätze gemacht, die dann spätestens Ende Januar doch wieder hinfällig sind.
Deshalb wünsche ich mir und meinen Lieben und natürlich auch Euch als Lesern lieber was für das Jahr 2015, denn Wünsche können ja auch in Erfüllung gehen:
– Gesundheit und Lebensfreude
– Glück, Erfolg und Liebe
– ganz viel Spaß
– neue Ideen
– viel Nähzeit für alle kommenden Projekte
und
– Geld für den Stoffmarkt 😀

Was wünscht ihr Euch so für das Neue Jahr? Habt ihr schon tolle Nähprojekte geplant?

Auf das neue Nähjahr, alles Gute für 2015

Schnauzelraupe